Sonntag, 9. November 2014

Salar de Uyuni

Ich hatte also gerade kaum mehr als 2 Tage zuhause und dann geht es weiter nach Uyuni mit Nicole. Hatten die Tour über einen Anbieter gebucht wo ihre Mama jemanden kannte, wir waren also guter Dinge dass das diesmal funktionieren müsse.
Mittwoch Abend direkt das erste Abenteuer, unsere Busplätze waren nicht reserviert! Auch mit viel Rumtelefonieren wurde das nicht besser und es schaute fast so aus als könnten wir die Tour für den Tag vergessen. Dann kamen allerdings noch zwei Jugendliche vorbei die ihre Karten zurückgeben wollten und deren Plätze haben wir dann bekommen. Also gerade nochmal gutgegangen.
Sind um 5 Uhr morgens angekommen, und das erste Mal dass ich in Bolivien bin war es wirklich kalt. Irgendwas um die 5 Grad, gefühlt kälter. Sind dann zum Hostel, wo zum Glück unsere Reservierung wie geplant vorlag und konnten noch ein bisschen schlafen. Nach einem kleinen aber feinem Frühstück ging es dann los zum Salar de Uyuni, einer 13.000 km² großen Salzwüste im Westen Boliviens (da kommen dann die Fotos auf Picasa, muss ich mir erst noch von der Kamera kopieren). Unser Fahrer ist ein ruhiger, sehr netter Kollege, und im Auto sitzen außer uns noch ein Franzose, zwei Spanier und eine Engländerin, auch alle sehr nett :)
Vor dem Mittagessen konnten wir schonmal ein paar Fotos machen, sind aber nicht sooo gut geworden. Nach dem Essen weiter im Auto (da werden wir uns wohl dran gewöhnen müssen die Tage) und zwischendrin Pause gemacht damit wir nochmal Fotos machen können, diesmal mit dem Fahrer, er hatte sehr viel mehr Ahnung was man alles machen kann und wusste auch gut zu erklären wo man sich dann hinstellen soll. Danach sind wir zur Isla Incawasi (Insel Haus des Inkas) gefahren, der Salar ist eigentlich ein riesiger See auf dem eine 4-5 Meter dicke Salzschicht liegt, und die Insel ist halt ein kleiner Berg inmitten des Sees. Dort wuchsen dann auch Kakteen und es gab ein paar kleine Häuser. Von ganz oben auf dem Berg sehr schöne Aussicht gehabt, aber auch nicht so viel Zeit um sich lange aufzuhalten. Danach sind wir durchgefahren bis zum Salz-Hotel für die Nacht, wo wir gegen halb6 ankamen. Heißt Salz-Hotel weil die Grundmauern aus Salz sind. Sehr interessante Sache.
Dann gab es Tee mit Keksen und erstmal eine heiße Dusche, aber wirklich heiß. Es gibt im Hotel nur von halb7 bis 9 Uhr heißes Wasser und danach nurnoch bis 12 Uhr Strom weil es keine Kabel dahin gibt, nur Generatoren vor Ort, und die laufen halt nicht die ganze Nacht. Steckdosen gab es in unserem Zimmer zwar 4, aber keine hat funktioniert, haben den Akku der Kamera also im andern Zimmer (gab 2 die sich alle geteilt haben) geladen. Nach dem (etwas salzigen) Abendessen dann ab ins Bett. Geschlafen haben wir wunderbar, gemütlich und warm. Das Bettgestell, wie konnte es auch anders sein, war aus Salz! Aber nicht weniger bequem.
Am nächsten Morgen mussten wir um 6 beim Frühstück sein um dann um halb7 weiterzufahren. Haben sehr gemütlich gequatscht mit den anderen und sind dann im Endeffekt gegen Viertel vor Sieben losgefahren.
Zuerst zu einem, der Fahrer meinte er ist aktiv, Vulkan, von dem aber nur ein paar Gesteinsformationen zu sehen waren. Dann eine Reihe von Seen angeschaut, jedesmal mit Flamingos, die gerade wieder aus wärmeren Gebieten herreisen.
Als nächstes stand der árbol de piedra auf dem Plan, der "steinerne Baum", eigentlich ein Stein der nur aussieht wir ein Baum. Aber dort gab es auch noch andere Steinformationen zum anschauen und Fotos machen. Zum Schluss des Tages haben wir die laguna colorada angeschaut, den gefärbten See. Das Wasser ist rot, aufgrund von roten Mikroorganismen die im Wasser leben. Die werden dann von den Flamingos gefressen und deshalb sind diese auch von roterer Farbe als die anderen.
Im Hotel für diese Nacht sind wir eher früh angekommen, so gegen 16 Uhr, aber die Zeit bis zum Abendessen verging dann doch schnell und wir haben uns müde in die Betten geworfen.
Am nächsten Tag hieß es um halb5 morgens frühstücken, und dann direkt los um noch vor Sonnenaufgang die !Geysiere! anzuschauen. Da steigt aufgrund von vulkanischer Aktivität tiefer im Berg die ganze Zeit Wasserdampf aus der Erde oder auch aus größeren Löchern auf, teilweise auch mit ordentlich Gescheindigkeit. Und riecht etwas schwefelig. Danach Wüste anschauen (diesmal "richtige" Wüste, also mit Sand) und laguna verde, den grünen See, war aber als wir da waren leider kaum grün, der Fahrer meinte nur wenn es sehr windig ist werden die Mineralien im See aufgewirbelt die ihm die Farbe verleihen.
Danach zur chilenischen Grenze, weil die Hälfte unserer Gruppe von da aus weiter nach Chile gereist ist. Wir sind dann 8 Stunden zurück nach Uyuni gefahren, haben auf dem Rückweg noch valle de piedras, also Tal der Steine, angeschaut, wo wir nochmal schöne Fotos gemacht haben. In Uyuni haben wir noch den cementerio den trenes, also den Zugfriedhof, angeschaut und sind dann nach viel Autofahren und wenig schlafen zurück nach Sucre. Jetzt bin ich fürs Erste fertig mit reisen :)

Samstag, 8. November 2014

Copacabana & La Paz

Zuerst mal ein Hostel suchen. Haben dann auch ein nettes gefunden, mit heißer Dusche und guter Lage. Dann die Stadt anschauen, umherlaufen, und dann auf einen der nähergelegenen Hügel. Fast oben angekommen holt uns ein älterer Einheimischer ein und sagt man müsse Eintritt bezahlen um die oben gelegenen Inkaruinen anschauen zu können. Dann sind wir halt wieder runter.
Mittagessen war wenig, aber recht lecker, gegrillte Forelle, die aber mehr nach Lachs geschmeckt hat, was auch immer das für ein Fisch ist der hier im See rumschwimmt :D
Dann erstmal ein paar Stunden schlafen, waren alle sehr erschöpft. Gegen halb6 den Kreuzweg auf einen anderen Berg hoch, Sonnenuntergang über dem See anschauen. Zum Abendessen gab es Anticucho und Sillpancho und danach einen kleinen Kuchen mit Banane.
Am nächste Morgen zurück nach La Paz, mit dem Minibus 4 Stunden fahrt. Zwischendurch dann mit der Fähre übersetzen und weiter. In El Alto, ehemaligem Vorort von La Paz, war mehrfach die Strasse gesperrt und wir mussten einen Umweg nehmen. Aber wir sind dann doch angekommen. Das war so gegen 5 Uhr Nachmittags.
Nachdem wir ein bisschen umhergeschlendert sind, unter anderem auf der vergeblichen Suche nach Huminta (Eine Art Maisbrot, aber aus Mais und nicht Maismehl), sind wir dann zum Apartement der anderen Freiwilligen gegangen wo wir unsere Sachen abgestellt hatten. Ich bin dann nochmal los, Schuhe suchen, gibt's ja aber nicht in meiner Größe... Dann die Nacht sehr schön geschlafen.
Am nächsten Morgen haben wir uns, aus Gründen der Zugänglichkeit und weil wir die anderen nicht noch eine Nacht belagern wollten, auf die Suche nach einem Hostel begeben. Wir wollten sowas wie das was wir in Cusco hatten, aber nachdem wir ein bisschen planlos durch die Stadt gestreift sind haben wir dann dochmal im Internet nachgeschaut. Gefunden haben wir dann ein Backpackerhostel mi Namen Loki, war nett aber nicht ganz so entspannt wie bei Ecopackers. Sind dann noch, um es gesehen zu haben, Teleférico gefahren, die "U-Bahn" von La Paz, eine Seilbahn die die großen Steigungen von La Paz viel schneller bezwingt als man es mit irgendeinem Bus schaffen würde, und dafür gedacht ist den Verkehr zu entlasten. Nacht im Hostel war entspannt, hatten noch einen Italiener im Zimmer, der war dann aber am nächsten Morgen auch ganz früh weg.
Nach dem Frühstück zum Friedhof, da war wegen Allerheiligen ziemlich viel los. Ganz viele Leute die ihre Gräber pflegen und für ihre Angehörigen beten oder singen und kleine Sachen dalassen wie Brot, Cola oder Cocablätter. Nach dem ganzen Trubel weiter nach El Alto und Robins Mama zum Flughafen gebracht. Check-In unproblematisch, Flug hatte keine Verspätung und so haben wir dann nach dieser doch ganz schön interessanten Woche Abschied genommen.
Und dann auch wieder ab nach Sucre. Gut wieder im eigenen Bett zu schlafen :)

Samstag, 1. November 2014

Cusco, Teil 2

Ausschlafen! Warm duschen. Das inbegriffene Frühstück ist Frühstücksbuffet, also genug dass man wirklich richtig ordentlich satt wird. Und lecker dazu.
Um viertel vor zwölf gab es eine kostenlose Stadtführung vom Hostel, sind aber nicht weit gekommen weil der Führer keine Lizenz hat (oder so) und vom Touristenführerverband verboten bekam weiterzumachen. Ist aber für ihn nicht weiter schlimm ausgegangen und wir sind mit seinem Kollegen mit. Der hatte dann auch den passenden Ausweis bei der Kontrolle.
Danach Mittagessen im Hostel und zum Touranbieter, unser Geld zurückverlangen. Das Büro haben wir erst nicht gefunden, das Personal von der Reiseagentur des Hostels hat uns dann geholfen und wir haben wenigstens das Geld für die nicht übernommenen Mahlzeiten zurückbekommen.
Geschlafen haben wir wieder wunderbar, dann aufstehen und die Kathedrale anschauen, da diese nur von 6-9Uhr morgens ohne Eintritt zu sehen ist. Nach dem Frühstück ging es für uns dann aber um 9Uhr schon weiter, auf dem Pferd die Umkreise von Cusco anschauen (bzw. ein wenig von den nicht von Touristen überlaufenen Stellen). Da bin ich tatsächlich doch noch auf ein Pferd gestiegen, und war auch recht interessant und super schön. 
Am Nachmittag Schokoladenmuseum und Inkamuseum anschauen und anschließend 2 Runden Billard im Hostel spielen, wobei sich die zweite Runde ganz schön hingezogen hat, wir sind dann doch ganz schön müde gewesen.
Dann zum Terminal, in den Bus und ab nach Copacabana an den Lago Titicaca. Bus war nicht klimatisiert, also sehr beschlagene Fenster, aber dafür warm und habe gut geschlafen.
Angekommen in Copacabana dann von den Wanderschuhen auf Flipflops gewechselt und die Schuhe kurz an den Rucksack gebunden. Mein Fehler, nach ein paar Minuten waren die Schuhe weg, ob runtergefallen oder entwendet weiß ich nicht, aber sie lagen nirgendwo. Aber der Urlaub muss ja weitergehen, mal schauen was man hier am See so alles schönes machen kann :)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Machu Picchu

Da melde ich mich mal wieder, mit viel Abenteuer! Aber erstmal von vorne.
Freitag Abend bin ich nach La Paz gefahren um mich mit Robin und seiner Mama zu treffen. Von da aus dann gegen Mittag weiter nach Cusco, Perú. Nach Machu Picchu. Wir hatten uns schon vorher überlegt wie wir hinkommen, wollten dann in Cusco nurnoch Eintritt für Machu Picchu kaufen, weil man die zwar übers Intenet, aber nicht aus dem Ausland bekommt. Angekommen am Terminal, 5 Uhr morgens, bot uns direkt ein Herr eine Tour über die Route an, die wir eh nehmen wollten, mit Verpflegung und allem. Und nicht zu schlechtem Preis, also haben wir zugesagt.
Konnten dann bis 8 Uhr noch in einem Hostel ausruhen und duschen (auch wenn das Wasser kalt war). Dann wurden wir abgeholt, zu den anderen Touristen in einen Bus gesetzt und fuhren los.
Etwa nach einem Viertel der Strecke informierte uns der Fahrer dass die Strecke blockiert ist (wegen eines Erdrutsches wie wir später gesehen haben). Er hat uns dann angeboten, dass diejenigen, die ihren Eintritt nach Machu Picchu schon ausgedruckt haben, da ein Datumswechsel etwa 15 Dollar kostet, mit dem Zug von Ollantaytambo aus nach Aguas Calientes (das Machu Picchu nächstgelegene "Dorf", eine Ansammlung von Hotels und Restaurants) zu fahren, allerdings auf eigene Kosten. Der Rest könne mit ihm zurück nach Cusco fahren und den darauffolgenden Tag die Reise erneut antreten, ohne Extrakosten, allerdings übernehme man kein Hotel.
Ein Fahrer eines anderen Anbieters erzählte uns er würde uns für 50 Soles/Person (etwa 15€) bis zur blockierten Stelle mitnehmen, und sollte sie bis dahin noch nicht freigeräumt sein kenne er jemanden auf der anderen Seite der uns ohne Aufpreis den Rest der Strecke mitnimmt. Das hörte sich gut an und wir sind mit dem Kollegen mitgefahren.
An der Stelle angekommen stellte sich heraus dass nicht nur ein bisschen Erde sondern eher der halbe Berg auf der Straße liegt, und daran auch nur ein kleiner Bagger arbeitete. Auf die Frage wo denn sein Freund der anderen Seite sei meinte er, der sei schon gefahren, wir müssten nur ein wenig Geduld haben und 1 oder 2 Stunden warten, dann sei alles frei. Das war gegen 1 Uhr mittags. 
Versuche auf ihn einzureden dass er uns das Geld zurückerstattet und wir uns alleine weiterorganisieren oder dass er uns nach Cusco zurückfährt waren ohne Erfolg, und nach den versprochenen zwei Stunden war der Berg Erde kaum kleiner, der Bagger hatte vorne links einen Platten und der zweite Bagger, der losgeschickt wurde, war auch nicht viel größer und gerade erst angekommen.
Unsere Einschätzung war, dass sie es nicht schaffen bis es dunkel wird und danach wegen Steinschlaggefahr auch nicht mehr weiter machen, und haben es in die eigene Hand genommen.
Also vor der Blockade den Berg hinunter auf die nächsttiefer gelegene Serpentine der Strecke. Es hatte ein wenig geregnet, aber es gab sehr viele Pflanzen und Wurzeln zum festhalten und wir sind alle sicher unten angekommen.
Von da aus hat uns ein anderer Fahrer für 30 Soles jeder bis Hidroeléctrica gefahren. Dort sind wir, wegen einer Essenpause und weil der gute Mann sich auf den letzten Metern noch verfahren hat, gegen 8 Uhr abends angekommen. Von dort aus noch 2 Stunden wandern auf der (nachts nicht betriebenen!) Zugstrecke bis Aguas Calientes, und das im Dunkeln. Aber wir waren zu acht und hatten Taschenlampen, und sind gegen 10 Uhr dann auch endlich in Aguas Calientes angekommen. Da gab es dann noch ein Abendessen, mit dem wir gar nicht mehr gerechnet hatten, und ab in die Betten.
Am nächsten Tag dann um 5 Uhr aufstehen, Eintrittskarten abholen. Da am Sonntag das Büro geschlossen war, musste das heute gemacht werden. Danach mit dem Bus rauf nach Machu Picchu, etwa 10 Minuten Fahrt. Oben hat uns der Guide dann das ein oder andere über das Dorf erzählt, z.B. dass niemand weiß wie es mal genannt war, "Machu Picchu" heißt einfach "alter Berg", der Name wurde ihm nach der Neuentdeckug 1911 gegeben weil der ganze Berg, auf dem das Dorf steht, so heißt. Danach hatten wir noch etwas Zeit frei, und haben diese genutzt um zum alternativen Eingang des Inka-Trails, dem Intipunku (Puerta del Sol / Sonnentor) zu gehen.
Danach ging es für uns zu Fuß, etwa eine Stunde, zurück nach Aguas Calientes, um da gegen halb 2 unseren Zug nach Hidroeléctrica zu nehmen.
Dort angekommen, nach einigem Warten und Reifendruckanpassen (für meinen Geschmack zu wenig Luft, der Reifen hatte unten schon einen kleinen Bauch) traten wir dann den Rückweg an. Uns wurde vom Anbieter, weil wir gestern kein Mittagessen von ihnen bekommen haben, für heute eins versprochen. Wusste der Kollege dann nichts davon und hat geschlagene 2 Stunden nachdem wir hätten anhalten sollen Pause gemacht um etwas zu essen und Wasser zu kaufen, worauf wir auch die ganze Zeit warten mussten. Bezahlt haben wir, das Geld werde uns dann zurückerstattet. Wir sind dann doch endlich angekommen und haben uns die Adresse des Reisebüros geben lassen, morgen mal Geld fordern :)
Dann auf der Suche nach einem Hostel Ecopackers gefunden, super Sache, geteilte Schlafzimmer, Willkommensdrink an der hauseigenen Bar, gibt Billard- und Kickertisch, kostenlos nutzbare Computer und WLAN und auch ein Restaurant, ich glaube wir bleiben noch ein bisschen :D also gerade nach dem Drink eine Runde Billard gespielt, jetzt im Zimmer mit 10 anderen Leuten, aber es ist sauber und gemütlich und ich freue mich schon morgen auf die warme Dusche. Die Tage gibt's dann mehr zum Restaufenthalt Perú. Und mal schauen ob ich die Fotos auf Picasa hochgeladen bekomme :)

Mittwoch, 27. August 2014

Informe Medicinal

So, da melde ich mich mal wieder :) bin nach dem letzten Urlaub relativ spontan nach Santa Cruz eingeladen worden, auf die Abschiedsfeier von einer Bolivianerin die mittlerweile schon 2 Wochen in der Schweiz sein müsste. War nett, Santa Cruz de la Sierra (Sierra heißt Säge/Bergkette, die Berge sind aber aus Santa Cruz kaum sichtbar und auch nicht hoch, das ganze Land ist flach & auf kaum Höhenmetern) kennenzulernen, scheint gar nicht so groß wie es in Wahrheit ist, glaube über 3 Millionen, und auch sehr viel ruhiger. Von da aus nach La Paz, da hab ich mich mit Robin getroffen und auf den Berg Huayna Potosí auf 6083 Meter rauf, bzw bis auf fast 5800 Meter, wo uns die Luft ausgegangen ist. Aber tolle Aussicht auf dem Gletscher, wir haben mal wieder Schnee gesehen :)
In La Paz ein paar von den Freiwilligen noch tschüss gesagt die jetzt wieder nach Deutschland zurückgehen.
Naja, und dann hatten wir seit Montag beide Bauchschmerzen und weil wir ja schon fast 7 Monate hier sind und es damit kein "wir-müssen 
-uns-noch-ans-Essen-gewöhnen" sein kann, sind wir gestern zum Arzt. Beide Magen-Infektion, also Salmonellen oder sowas in die Richtung. Demnach jetzt beide auf Antibiotikum für eine Woche und weiße Diät, also Reis, Kartoffel, nackt gekochtes Hühnchen und Kekse ohne nix, Wasser und Tee. Aber da kommen wir durch, und der Kollege von ICYE meinte dass sich um die 90% der Freiwilligen abgesehen von den Anfangsunannehmlichkeiten sowas in der Art einfangen. Überleben wir schon :)
Esst mal was fettiges, ungesundes, fastfoodiges für uns mit :D
Der Jasper/Hasper/Gasper (alles schon gehört :P)

Samstag, 2. August 2014

Carta de medio año

Zur deutschen Übersetzung einfach mal runter scrollen :)

Buenas, como ya dije voy a hacer este en español, pero lo traduciré abajo para todos que sólo hablan alemán. Después de la última vez pasó mucho tiempo y algunas cosas pasaron de que les voy a contar ahora. Comienzo de Julio mis papás de aquí se fueron a Dinamarca para visitar a sus hijas y nos quedamos solo Robin, mi hermano Eduardo y su hermana Claudia con su esposo y su hijita, pero no les veo mucho. Mitad de Julio fuimos a Cochabamba para el campamento de medio año de mi organización, y para ver un poco de la ciudad nos íbamos un día antes y pasábamos por Cochabamba un poco. Ahí también compramos algunas cosas, regalos para la familia y yo una hamaca para poner en el jardín de mi casa :) después había vacaciones de los colegios aquí pero seguía trabajando entonces tomé después una semana de vacaciones para ir a Cochabamba y a La Paz. Me encontré con uno de los Bolivianos que va a ir a Alemania para hablar con el un poco. Volví el domingo y ya estuve trabajando esta semana. Tanto de mi :)

Hallo und guten Tag erstmal :) wie schon gesagt werde ich diesen Eintrag in Spanisch machen, aber ich ich werde ihn für alle die nur deutsch reden unten noch übersetzen. Seit dem letzten Eintrag ist einiges an Zeit vergangen und auch die ein oder andere Sache passiert von denen ich euch jetzt erzählen werde. Anfang Juli sind meine bolivianischen Eltern nach Dänemark gereist um dort ihre Töchter zu besuchen und hier bleiben nur Robin, mein Gastbruder Eduardo, seine Schwester Claudia mit ihrem Mann und ihrer Tochter, aber ich sehe sie kaum. Mitte Juli gab es Halbjahrescamp meiner Organisation in Cochabamba, und um die Stadt ein bisschen zu sehen sind wir schon einen Tag früher angereist, ein bisschen herumspaziert und haben auch ein paar Sachen eingekauft, Mitbringsel für Familie und Freunde und ich auch eine Hängematte für zum im Garten aufhängen :) später waren hier Schulferien, aber weil ich die ganzen zwei Wochen gearbeitet habe habe ich später noch eine Woche Urlaub genommen um nach Cochabamba und La Paz zu reisen. Dort habe ich mich mit einem der Bolivianer getroffen de bald nach Deutschland gehen. Seit Sonntag in der Frühe bin ich wieder hier und habe die Woche auch schon wieder gearbeitet. Soweit von mir :)

Donnerstag, 29. Mai 2014

Fotos Judoanzug, Wandertour und Minenoutfit
















Creo que mi cerdo silba

Wie die zeit vergeht... Jetzt bin ich schon fast vier Monate hier und es kommt mir vor wie 2. Und gefühlt bleibt mir auch gar nicht mehr so viel zeit, aber dass kann man ja sehen wie man will, 8 Monate bleiben 8 Monate :P ich war letzte Woche tatsächlich das erste mal im CIMET, und auch nur weil ich selbst Initiative ergriffen habe. Habe das jetzt so eingerichtet dass ich jeden Mittwoch Nachmittag da bin, ansonsten die Nachmittage im PROFIT und morgens in der Guardería (Übersetzung wäre Kindertagesstätte) die haben aber auch einen Zweig mit älteren Kindern, da bin ich mit zwei Profesoras. Sind ganz schön viel mehr Kinder als im anderen Projekt, auf jeden Fall auf einem Haufen. Da sitzen knapp über 50 Kinder in einem Raum, auf 3 "Aufpasser" aufgeteilt. Nach einem Monat haben sie entschlossen das in drei Gruppen aufzuteilen, wie im PROFIT, in kleine, mittlere und große. Ich hab die mittleren als meine bekommen, bin ich aber zufrieden mit, hab 3 Jungs und sonst nur Mädels und die sind fast alle lieb :D CIMET ist dagegen ganz anders, viel weniger Kinder und auch Jugendliche, einfach ein anderes Umfeld, aber gefällt mir auch da.
Dann war ich über das Wochenende vom ersten Mai mit der Organisation in La Paz 3 Tage wandern, von über 4800 Metern und 5 Grad, die man wegen der Sonne aber kaum gemerkt hat, bis auf 1800 Meter runter, wo es ordentlich gemütlich warm war und auch Moskitos gab. Da lade ich separat mal paar Fotos hoch. Letztes Wochenende war ich mit nem Kollegen, auch Freiwilliger aus Deutschland, in Potosí, auf fast 4000 Metern Höhe, und da die Minen anschauen. Auch da gibt's dann noch Fotos von. Sehr interessant zu sehen wie da gearbeitet wird. Habe mir etwa 50 mal den Kopf angehauen, weil die Gänge so niedrig sind, aber wir waren mit Minenkleidung und Helm unterwegs, war also halb so schlimm ;)
Ich weiß nicht genau wie ich das geschafft habe, aber mit dem Spanisch läuft es schon unglaublich gut, ich kann mich normal unterhalten und verstehe auch fast alles, die ein oder andere Vokabel fehlt noch dann und wann aber hält sich in guten Grenzen.
Robin, mein Gastbruderkollege, und ich haben auch schon darüber nachgedacht Quechua zu lernen, die Inkasprache der Region, bleibt nur die Frage wann, Zeit haben wir nämlich beide nicht so sehr, er geht abends trompeten und ich zum Judo, aber findet sich schon was.
Sonst läuft alles super, komme gut mit der Familie klar und die Erkältung habe ich auch hinter mit gelassen. Der nächste Eintrag kommt dann in Spanisch ;)

Mittwoch, 12. März 2014

Schon mehr als einen Monat in Bolivien

Jetzt bin ich schon ziemlich lange hier, habe mich auch ganz gut eingelebt, bin mit meinem Visumskram so gut wie fertig, habe morgen die letzte Stunde Spanischkurs und werde voraussichtlich bis April nicht in den Projekt arbeiten das für mich vorgesehen war. Das Projekt in dem ich momentan arbeite nennt sich PRO.F.I.T. (Proyecto Formacion Integral Trinitaria). Da habe ich bis jetzt nur Nachmittags gearbeitet da ich morgens Spanisch hatte, aber da das diese Woche vorbei ist und das CIMET momentan keine Direktorin hat, werde ich für die nächsten zwei Wochen in noch einem anderen Projekt arbeiten, das noch weiter von meinem Zuhause entfernt ist als das wo ich jetzt arbeite, aber halb so schlimm, ich bekomme da auch ein Mittagessen :) es ist sogar nicht unwahrscheinlich dass ich später morgens im CIMET und später im PROFIT arbeite, weil es mir da schon gut gefällt und weil es im CIMET schon einen anderen Freiwilligen gibt (auch Deutscher) und man mir gesagt hat dass es da für mich nichtsooo viel zu tun gibt, aber das werde ich ja dann sehen wenn ich mal dagewesen bin :)
Ansonsten habe ich hier am Montag mit Judo angefangen, was definitiv mal wieder gut getan hat. Das gibt's 5 mal die Woche, aber ich glaube nicht dass ich das packe, ist schon ganz schön anstrengend mit der Höhe und so. Der Trainer kann mir auf jeden Fall erstmal nen alten Anzug von sich leihen was ganz praktisch ist weil die Anzüge hier recht teuer sind, weil der Sport hier nicht so weit verbreitet ist.
Mit der Gastfamilie läuft auch alles super, ich verstehe mich bestens mit ihnen und das Spanisch reicht mittlerweile sogar um sich normal unterhalten zu können :)
Das war's erstmal wieder von mir, irgendwie vermisse ich euch alle ja schon ein bisschen... :)

Donnerstag, 20. Februar 2014

Die ersten Tage in der Familie und mein Projekt

Verzeiht, werte Freunde, dass ich mich jetzt erst wieder melde. Das WLAN bei mir in der Familie hat so seinen eigenen Willen, die meiste zeit geht nur Whatsapp, warum auch immer.
Ich habe also die ersten Tage und auch viel hin und her hinter mir. Die letzte Woche sind wir eigentlich nur visumsbedingt unterwegs gewesen. Fürs Visum Zettel bei Interpol beantragen, dafür woanders Zettel abstempeln lassen, Bluttest, Röntgen-Untersuchung, und alles kostet Geld...
Naja, hab das schlimmste hinter mit und seit Donnerstag auch mit den Spanischstunden angefangen. Wir sind nur zu dritt, und die Spanischlehrerin natürlich, aber so kommt jeder dazu viel zu reden, und das ist fürs Lernen  enorm wichtig. Ansonsten genieße ich das gute Essen und das Wetter, wenn es nicht gerade regnet. Gestern war ich auch das erste mal im Projekt, wo bei ich nicht bei C.I.ME.T war sondern bei einem anderen Projekt des gleichen Übervereins, weil das andere noch nicht angefangen hat oder sowas, so gut ist mein Spanisch auch noch nicht :) das wo ich jetzt erstmal 1-2 Wochen bin ist eine Nachmittags - und Hausaufgabenbetreuung für Kinder, und die waren auch total Super :D ich freue mich definitiv heute Nachmittag wieder hinzugehen. Ich schaue mal dass ich das mit den Fotos von meinem Handy irgendwie hinbekomme, denn momentan schreibe ich den Blog mit dem iPod. Jut, dann bis zum nächsten Mal :)

Sonntag, 9. Februar 2014

Die ersten Tage

Amigos Queridos, wieder habe ich euch viel zu erzählen:
Nach der ersten Nacht, in der ich ziemlich gut geschlafen habe, sind wir den Tag noch in der Stadt gewesen um eine bolivianische SIM-Karte zu kaufen, aber um die zu registrieren hätten wir unsere Reisepässe gebraucht, haben wir dann gelassen. Am Abend sind wir dann zum Busterminal gefahren und von dort dann mit dem Nachtbus nach Sucre, der Hauptstadt, da dort unser Einführungsseminar stattfindet. Diese Nachtbusse sind eine tolle Erfindung! Ganz weiche gemütliche Sitze, die man fast bis in Liegeposition verstellen kann. Jeder bekommt eine Decke dazu und dann kann man in den 14 Stunden die man fährt ganz gemütlich schlafen. Am nächsten Morgen angekommen sollten wir eigentlich mit einem Kleinbus zu der Anlage gebracht werden auf der das Seminar stattfindet, allerdings war unser Willkommensseminar gleichzeitig das Halbjahresseminar der Leute, die im Sommer nach Bolivien gekommen sind, dafür war im Bus nicht genug Platz. Deshalb sind die letzten, unter denen ich war, frühstücken gegangen und dann später nachgefahren. Dort angekommen haben wir dann über unsere Projekte geredet und ich habe mir einen Sonnenbrand eingefangen... Am Nachmittag haben wir noch über die Geografie und Politik Boliviens geredet. Gestern, am Samstag haben wir in Sucre eine Stadtrally gemacht, bei der wir verschiedene Sachen erfragen oder fotographieren mussten. Zwischendurch hat es angefangen zu regnen und ist bis zum Ende immer mehr geworden, aber die Jacke hat gut dicht gehalten. Danach waren wir noch alle gemeinsam etwas essen und danach in einer Bar, aus der wir wegen der guten Stimmung eine Stunde später als geplant erst raus sind.
Heute durften wir, weil gutes Wetter war, nach der letzten Einheit noch im dortigen Pool schwimmen gehen bis zum Mittagessen, nach dem wir wieder zum Busterminal gefahren sind. Dort haben wir noch eine Online-Evaluation gemacht bevor ich von meinen Gasteltern abgeholt wurde. Super nette Leute. Sprechen zwar kaum Englisch, dafür aber die Kinder, und ich und mein Mitfreiwilliger aus Bayern verstehen auch genug vom Spanisch um uns verständigen zu können. Hier liege ich nun in meinem Zimmer und schreibe euch und genieße seit Ragen wieder WLAN :) Adiós und bis bald!

Mittwoch, 5. Februar 2014

Der Weg ins Ausland

So, da melde ich mich mal, nachdem ich einen ganz schön anstrengenden Tag hatte.
Gestern bin ich um halb5 aufgestanden, um dann mit der Familie um 5 Uhr zum Frankfurter Flughafen zu fahren. Mama, Papa und Luzie haben mich abgesetzt und sind wieder gefahren, Jacky ist noch mit mir geblieben bis ich durch die Sicherheitskontrolle bin. Der Flug nach London war unkompliziert, der Flieger nur halbvoll und wir sind sehr pünktlich angekommen. In London angekommen habe ich gemerkt, dass ich mit meinem Handy keine SMS schreiben kann, muss ich dann wohl noch eins besorgen in Bolivien, muss ja nicht viel können :) kaum zum richtigen Terminal für den Weiterflug Gefahren wurde ich von den Leuen der American Airlines befragt, was ich denn in Miami will und was ich beruflich mache. Der Kollege hat allerdings ein bisschen genuschelt, das Ende habe ich nicht mehr verstanden, aber einfach mal bejaht, Und dann durfte ich auch schon weiter. Die Tasche die ich zum Abschied bekommen habe hat sich übrigens als sehr vorteilhaft erwiesen, danke hier mal allen die da mitgewirkt haben :)
Vor dem Gate habe ich dann die drei anderen getroffen, die auch über ICJA nach Bolivien gehen. Vor dem Boarden wurde ich noch von einem  Airline-Mitarbeiter gefragt, ob mir irgendwer etwas  am Flughafen gegeben habe oder ich mein Gepäck unbeaufsichtigt stehen gelassen habe. Habe ich natürlich verneint.
Der Flug an sich war mit 10 Stunden ganz schön lang, aber jeder hatte einen eigenen kleinen Bildschirm und einige, auch neue Filme zur Auswahl, und wir haben bestimmt 17 mal Essen und Getränke bekommen.
Danach fing der Spass aber erst an. Wir bekamen noch einen Zettel auf dem wir erneut bestätigen durften dass wir nix in die Staaten bringen was da nicht hin soll, und mussten damit dann zur Kontrolle zum Beamten der Homeland Security (wir mussten auch nur ne halbe Stunde anstehen...) DerTyp war aber ganz cool, und ich war schnell durch.
Dann musste wir unser Gepäck abholen, einmal durchleuchten lassen und danach wieder aufgeben. Danach sind wir erstmal für 2 Minuten nach draußen gegangen um ein bisschen Amerikanische Luft zu schnuppern. War warm und stickig, da sind wir lieber wieder in den klimatisierten Flughafen gegangen.
Sicherheitscheck war auch bisschen übertrieben, mit Schuhe ausziehen und Ganzkörperscanner für alle. Naja, was tut man nicht für die Sicherheit des Vaterlandes...
Drinnen haben wir erstmal was gegessen und uns dann viel zu früh ans Gate gesetzt. Die 5 Stunden habe ich großteils mit schlafen verbracht. Endlich angekommen werden wir von einem freundlichen Mitarbeiter des ICYE abgeholt, der sogar etwas deutsch spricht. Ich und der Robin, der nachher in Sucre bleibt, wurden jetzt erstmal bis morgen einer Gastfamilie zugeordnet, die total nett ist. Die Mutter spricht zwar kein Englisch aber meistens reicht das Spanisch aus oder einer der Söhne übersetzt. Jetzt liege ich hier auf meinem Bett, habe geduscht und die Wanderschuhe gegen die Sneakers etauscht und versuche ins Hauseigene WLAN zu kommen, will aber irgendwie nicht. Dann gehen wir wohl gleich mal ins Café um die Ecke, das soll es kostenloses WiFi geben. Vorher noch  Geld wechseln und dann passt das :)
Die wollten unsere Euros und Dollars nicht, dann also doch wieder nach Hause. Kleines Schläfchen gemacht. Gutes Mittagessen und jetzt WLAN, wir wollen uns nicht beklagen. Hasta Mañana!


Dienstag, 28. Januar 2014

Ich in Bolivien

Liebe Freunde,

bald ist es soweit, am 04.02. fliege ich für ein Jahr nach Bolivien.

Dort werde ich einen Freiwilligendienst leisten, in der Hauptstadt Sucre in einem Projekt für Kinder die auf der Strasse arbeiten (Centro Integral del Menor Trabajador, kurz CIMET ).

(Hoffentlich) regelmäßig werde ich euch hier dann erzählen, wie es mir dort so ergeht.

Ich freue mich auf eure Kommentare, und bis zum nächsten mal :)

Jasper