Ich hatte also gerade kaum mehr als 2 Tage zuhause und dann geht es weiter nach Uyuni mit Nicole. Hatten die Tour über einen Anbieter gebucht wo ihre Mama jemanden kannte, wir waren also guter Dinge dass das diesmal funktionieren müsse.
Mittwoch Abend direkt das erste Abenteuer, unsere Busplätze waren nicht reserviert! Auch mit viel Rumtelefonieren wurde das nicht besser und es schaute fast so aus als könnten wir die Tour für den Tag vergessen. Dann kamen allerdings noch zwei Jugendliche vorbei die ihre Karten zurückgeben wollten und deren Plätze haben wir dann bekommen. Also gerade nochmal gutgegangen.
Sind um 5 Uhr morgens angekommen, und das erste Mal dass ich in Bolivien bin war es wirklich kalt. Irgendwas um die 5 Grad, gefühlt kälter. Sind dann zum Hostel, wo zum Glück unsere Reservierung wie geplant vorlag und konnten noch ein bisschen schlafen. Nach einem kleinen aber feinem Frühstück ging es dann los zum Salar de Uyuni, einer 13.000 km² großen Salzwüste im Westen Boliviens (da kommen dann die Fotos auf Picasa, muss ich mir erst noch von der Kamera kopieren). Unser Fahrer ist ein ruhiger, sehr netter Kollege, und im Auto sitzen außer uns noch ein Franzose, zwei Spanier und eine Engländerin, auch alle sehr nett :)
Vor dem Mittagessen konnten wir schonmal ein paar Fotos machen, sind aber nicht sooo gut geworden. Nach dem Essen weiter im Auto (da werden wir uns wohl dran gewöhnen müssen die Tage) und zwischendrin Pause gemacht damit wir nochmal Fotos machen können, diesmal mit dem Fahrer, er hatte sehr viel mehr Ahnung was man alles machen kann und wusste auch gut zu erklären wo man sich dann hinstellen soll. Danach sind wir zur Isla Incawasi (Insel Haus des Inkas) gefahren, der Salar ist eigentlich ein riesiger See auf dem eine 4-5 Meter dicke Salzschicht liegt, und die Insel ist halt ein kleiner Berg inmitten des Sees. Dort wuchsen dann auch Kakteen und es gab ein paar kleine Häuser. Von ganz oben auf dem Berg sehr schöne Aussicht gehabt, aber auch nicht so viel Zeit um sich lange aufzuhalten. Danach sind wir durchgefahren bis zum Salz-Hotel für die Nacht, wo wir gegen halb6 ankamen. Heißt Salz-Hotel weil die Grundmauern aus Salz sind. Sehr interessante Sache.
Dann gab es Tee mit Keksen und erstmal eine heiße Dusche, aber wirklich heiß. Es gibt im Hotel nur von halb7 bis 9 Uhr heißes Wasser und danach nurnoch bis 12 Uhr Strom weil es keine Kabel dahin gibt, nur Generatoren vor Ort, und die laufen halt nicht die ganze Nacht. Steckdosen gab es in unserem Zimmer zwar 4, aber keine hat funktioniert, haben den Akku der Kamera also im andern Zimmer (gab 2 die sich alle geteilt haben) geladen. Nach dem (etwas salzigen) Abendessen dann ab ins Bett. Geschlafen haben wir wunderbar, gemütlich und warm. Das Bettgestell, wie konnte es auch anders sein, war aus Salz! Aber nicht weniger bequem.
Am nächsten Morgen mussten wir um 6 beim Frühstück sein um dann um halb7 weiterzufahren. Haben sehr gemütlich gequatscht mit den anderen und sind dann im Endeffekt gegen Viertel vor Sieben losgefahren.
Zuerst zu einem, der Fahrer meinte er ist aktiv, Vulkan, von dem aber nur ein paar Gesteinsformationen zu sehen waren. Dann eine Reihe von Seen angeschaut, jedesmal mit Flamingos, die gerade wieder aus wärmeren Gebieten herreisen.
Als nächstes stand der árbol de piedra auf dem Plan, der "steinerne Baum", eigentlich ein Stein der nur aussieht wir ein Baum. Aber dort gab es auch noch andere Steinformationen zum anschauen und Fotos machen. Zum Schluss des Tages haben wir die laguna colorada angeschaut, den gefärbten See. Das Wasser ist rot, aufgrund von roten Mikroorganismen die im Wasser leben. Die werden dann von den Flamingos gefressen und deshalb sind diese auch von roterer Farbe als die anderen.
Im Hotel für diese Nacht sind wir eher früh angekommen, so gegen 16 Uhr, aber die Zeit bis zum Abendessen verging dann doch schnell und wir haben uns müde in die Betten geworfen.
Am nächsten Tag hieß es um halb5 morgens frühstücken, und dann direkt los um noch vor Sonnenaufgang die !Geysiere! anzuschauen. Da steigt aufgrund von vulkanischer Aktivität tiefer im Berg die ganze Zeit Wasserdampf aus der Erde oder auch aus größeren Löchern auf, teilweise auch mit ordentlich Gescheindigkeit. Und riecht etwas schwefelig. Danach Wüste anschauen (diesmal "richtige" Wüste, also mit Sand) und laguna verde, den grünen See, war aber als wir da waren leider kaum grün, der Fahrer meinte nur wenn es sehr windig ist werden die Mineralien im See aufgewirbelt die ihm die Farbe verleihen.
Danach zur chilenischen Grenze, weil die Hälfte unserer Gruppe von da aus weiter nach Chile gereist ist. Wir sind dann 8 Stunden zurück nach Uyuni gefahren, haben auf dem Rückweg noch valle de piedras, also Tal der Steine, angeschaut, wo wir nochmal schöne Fotos gemacht haben. In Uyuni haben wir noch den cementerio den trenes, also den Zugfriedhof, angeschaut und sind dann nach viel Autofahren und wenig schlafen zurück nach Sucre. Jetzt bin ich fürs Erste fertig mit reisen :)





















