Sonntag, 26. Oktober 2014

Machu Picchu

Da melde ich mich mal wieder, mit viel Abenteuer! Aber erstmal von vorne.
Freitag Abend bin ich nach La Paz gefahren um mich mit Robin und seiner Mama zu treffen. Von da aus dann gegen Mittag weiter nach Cusco, Perú. Nach Machu Picchu. Wir hatten uns schon vorher überlegt wie wir hinkommen, wollten dann in Cusco nurnoch Eintritt für Machu Picchu kaufen, weil man die zwar übers Intenet, aber nicht aus dem Ausland bekommt. Angekommen am Terminal, 5 Uhr morgens, bot uns direkt ein Herr eine Tour über die Route an, die wir eh nehmen wollten, mit Verpflegung und allem. Und nicht zu schlechtem Preis, also haben wir zugesagt.
Konnten dann bis 8 Uhr noch in einem Hostel ausruhen und duschen (auch wenn das Wasser kalt war). Dann wurden wir abgeholt, zu den anderen Touristen in einen Bus gesetzt und fuhren los.
Etwa nach einem Viertel der Strecke informierte uns der Fahrer dass die Strecke blockiert ist (wegen eines Erdrutsches wie wir später gesehen haben). Er hat uns dann angeboten, dass diejenigen, die ihren Eintritt nach Machu Picchu schon ausgedruckt haben, da ein Datumswechsel etwa 15 Dollar kostet, mit dem Zug von Ollantaytambo aus nach Aguas Calientes (das Machu Picchu nächstgelegene "Dorf", eine Ansammlung von Hotels und Restaurants) zu fahren, allerdings auf eigene Kosten. Der Rest könne mit ihm zurück nach Cusco fahren und den darauffolgenden Tag die Reise erneut antreten, ohne Extrakosten, allerdings übernehme man kein Hotel.
Ein Fahrer eines anderen Anbieters erzählte uns er würde uns für 50 Soles/Person (etwa 15€) bis zur blockierten Stelle mitnehmen, und sollte sie bis dahin noch nicht freigeräumt sein kenne er jemanden auf der anderen Seite der uns ohne Aufpreis den Rest der Strecke mitnimmt. Das hörte sich gut an und wir sind mit dem Kollegen mitgefahren.
An der Stelle angekommen stellte sich heraus dass nicht nur ein bisschen Erde sondern eher der halbe Berg auf der Straße liegt, und daran auch nur ein kleiner Bagger arbeitete. Auf die Frage wo denn sein Freund der anderen Seite sei meinte er, der sei schon gefahren, wir müssten nur ein wenig Geduld haben und 1 oder 2 Stunden warten, dann sei alles frei. Das war gegen 1 Uhr mittags. 
Versuche auf ihn einzureden dass er uns das Geld zurückerstattet und wir uns alleine weiterorganisieren oder dass er uns nach Cusco zurückfährt waren ohne Erfolg, und nach den versprochenen zwei Stunden war der Berg Erde kaum kleiner, der Bagger hatte vorne links einen Platten und der zweite Bagger, der losgeschickt wurde, war auch nicht viel größer und gerade erst angekommen.
Unsere Einschätzung war, dass sie es nicht schaffen bis es dunkel wird und danach wegen Steinschlaggefahr auch nicht mehr weiter machen, und haben es in die eigene Hand genommen.
Also vor der Blockade den Berg hinunter auf die nächsttiefer gelegene Serpentine der Strecke. Es hatte ein wenig geregnet, aber es gab sehr viele Pflanzen und Wurzeln zum festhalten und wir sind alle sicher unten angekommen.
Von da aus hat uns ein anderer Fahrer für 30 Soles jeder bis Hidroeléctrica gefahren. Dort sind wir, wegen einer Essenpause und weil der gute Mann sich auf den letzten Metern noch verfahren hat, gegen 8 Uhr abends angekommen. Von dort aus noch 2 Stunden wandern auf der (nachts nicht betriebenen!) Zugstrecke bis Aguas Calientes, und das im Dunkeln. Aber wir waren zu acht und hatten Taschenlampen, und sind gegen 10 Uhr dann auch endlich in Aguas Calientes angekommen. Da gab es dann noch ein Abendessen, mit dem wir gar nicht mehr gerechnet hatten, und ab in die Betten.
Am nächsten Tag dann um 5 Uhr aufstehen, Eintrittskarten abholen. Da am Sonntag das Büro geschlossen war, musste das heute gemacht werden. Danach mit dem Bus rauf nach Machu Picchu, etwa 10 Minuten Fahrt. Oben hat uns der Guide dann das ein oder andere über das Dorf erzählt, z.B. dass niemand weiß wie es mal genannt war, "Machu Picchu" heißt einfach "alter Berg", der Name wurde ihm nach der Neuentdeckug 1911 gegeben weil der ganze Berg, auf dem das Dorf steht, so heißt. Danach hatten wir noch etwas Zeit frei, und haben diese genutzt um zum alternativen Eingang des Inka-Trails, dem Intipunku (Puerta del Sol / Sonnentor) zu gehen.
Danach ging es für uns zu Fuß, etwa eine Stunde, zurück nach Aguas Calientes, um da gegen halb 2 unseren Zug nach Hidroeléctrica zu nehmen.
Dort angekommen, nach einigem Warten und Reifendruckanpassen (für meinen Geschmack zu wenig Luft, der Reifen hatte unten schon einen kleinen Bauch) traten wir dann den Rückweg an. Uns wurde vom Anbieter, weil wir gestern kein Mittagessen von ihnen bekommen haben, für heute eins versprochen. Wusste der Kollege dann nichts davon und hat geschlagene 2 Stunden nachdem wir hätten anhalten sollen Pause gemacht um etwas zu essen und Wasser zu kaufen, worauf wir auch die ganze Zeit warten mussten. Bezahlt haben wir, das Geld werde uns dann zurückerstattet. Wir sind dann doch endlich angekommen und haben uns die Adresse des Reisebüros geben lassen, morgen mal Geld fordern :)
Dann auf der Suche nach einem Hostel Ecopackers gefunden, super Sache, geteilte Schlafzimmer, Willkommensdrink an der hauseigenen Bar, gibt Billard- und Kickertisch, kostenlos nutzbare Computer und WLAN und auch ein Restaurant, ich glaube wir bleiben noch ein bisschen :D also gerade nach dem Drink eine Runde Billard gespielt, jetzt im Zimmer mit 10 anderen Leuten, aber es ist sauber und gemütlich und ich freue mich schon morgen auf die warme Dusche. Die Tage gibt's dann mehr zum Restaufenthalt Perú. Und mal schauen ob ich die Fotos auf Picasa hochgeladen bekomme :)

3 Kommentare:

  1. Wow, das hört sich nach unbezahlbarem Abenteurer an!
    Und nach guter körperlicher Konstitution! Cool, wie ihr das gemanagt habt!
    Da weiß man den Luxus eines schönen Hotels tatsächlich später gut zu schätzen!
    Viel Spaß noch auf der Rückfahrt und auf den weiteren Ausflügen!
    Dicker Drücker von Mami

    AntwortenLöschen
  2. Danke Mami :)
    Das hier sollte der Link zu den Fotos sein: http://goo.gl/38Sztp

    AntwortenLöschen