Mittwoch, 28. Januar 2015

Da gehts nach Hause

Das wars also erstmal von mir, mein Freiwilligenjahr ist vorbei. Jetzt sitze ich gerade im Flugzeug von La Paz nach Miami und schaue dass ich im Flughafen WLAN bekomme um das hochzuladen.
Aber auch wenn der Abschied schwer war, ist es für mich superschön zu hören wie sehr sich die Leute Zuhause auf mich freuen. Und das sind nicht nur meine Eltern & Geschwister, aber auch meine Freunde und Bekannten. Dass ich euch alle vermisse ist mir ja klar, aber dass ich euch genauso gefehlt habe wusste ich nicht. Es ist einfach schön zu wissen dass es da jemanden gibt dem man wichtig ist :)
Danke!
Ich freue mich riesig darauf euch alle wiederzusehen.

Update:
WLAN in Miami war doof, hat nicht funktioniert. Habe gut geschlafen nach London und in 3 Stunden gehts nach Hause :)

Montag, 26. Januar 2015

Die letzten Tage

So, da melde ich mich auch nochmal, jetzt ist es fast zuende.
Die letzte Tage waren mäßig entspannt, viele Verabschiedungen und Sachen packen, aber das habe ich hinter mir. Bin Samstag Abend mit Nicole nach La Paz gefahren, und entspannen hier noch die letzten Tage. Naja, und morgen früh um halb9 geht dann mein Flieger zurück Richtung nach Hause. So richtig hab ich's noch nicht begriffen dass meine Zeit in Bolivien vorbei ist.
Soviel erlebt, soviele Leute und Orte die zu einem neuen Zuhause geworden sind und die ich jetzt zurücklasse. Das ist ganz schön schwer. Nagut, das wars erstmal von mir, wir sehen uns ja dann in Deutschland wieder.
Jasper

Dienstag, 13. Januar 2015

Mein vorletzter Post aus Bolivien

An alle Freunde und Verwandten, an die Fremden und Bekannten:

Zunächst mal frohe Weihnachten und ein gutes Neues an alle!

Nach über zwei Monaten (tut mir leid!) ohne Neuigkeiten melde ich mich mal wieder, denn mein Freiwilliges Jahr in Bolivien neigt sich dem Ende zu. Ich hatte zwischendurch ein paar technische Schwierigkeiten, mein Handy ist wegen der Luftfeuchtigkeit zeitweise kaputt gegangen, darauf hatte ich schon etwas geschrieben gehabt, und habe es jetzt erst alles beisammen. Deshalb wird das auch ein eher lange Post. Fangen wir an mit Anfang Dezember:

Es ist mal wieder Reisezeit, und diesmal geht es nach Rurrenabaque (kurz Rurre), gelegen zwischen La Paz und Beni, im Norden des Landes auf Metern Höhe. Bin also am Samstag den 06.12. losgefahren nach La Paz. Unerwarteterweise habe ich im Bus fast gar nicht geschlafen, war nicht der beste Bus und nicht allzu gemütlich. Am Sonntag dann in La Paz um 6 Uhr angekommen und erstmal frühstücken. Danach zum zweiten Busterminal, wo die Busse Richtung Dschungel fahren, und dort ein Ticket organisieren. Im Büro wo das außen dranstand war aber keiner da also im Terminal nochmal frühstücken (war ein bisschen erkältet, habe mich über Tee gefreut) und danach nochmal hin, da war dann jemand da. Habe ein Ticket für 12 Uhr mittags bekommen und hatte noch über zwei Stunden Zeit bis zur Abfahrt. Bin dann noch ein bisschen durch die Gegend  gelaufen, sitzen würde ich ja noch genug (die Fahrt nach Rurre dauert 18 Stunden), und dann, glaube man kann es nicht mehr Frühstück nennen, noch etwas gesnackt, Bananen und Wasser für die Fahrt gekauft, und wieder zum Terminal. Die Fahrt war dann sehr entspannt, haben 2mal angehalten, für Mittag- und für Abendessen. Früher ist man für die Strecke die „ruta de la muerte“, die sogenannte „Death Road“ gefahren. Da aber viele Unfälle passiert sind, weil die Straße sehr schmal ist, gibt es mittlerweile eine neuere, sichere Straße, und die Death Road wird nur noch als Radtour-Strecke genutzt. An einigen Stellen wird noch verbessert bzw. werden Tunnel gebaut, da mussten wir dann außen herum fahren, sehr interessant zu sehen wie die Pflanzen vom durch die Autos aufgewirbelten Staub fast komplett von Staub und Dreck bedeckt werden. Die Nacht habe ich unerwartet viel & gut geschlafen, um die 7-8 Stunden. Angekommen sind wir um halb4 Uhr morgens, 3 Stunden früher als gedacht. Wurde dann von einem Herren angesprochen der zwei andere Touristen abholte, die Beiden aus den USA, weil sie schon im Voraus bei ihm gebucht hatten. Er bot uns dann an dass wir erstmal umsonst in einem Hostel bleiben könnten bis zum Morgen (war ja mitten in der Nacht) und wenn ich wollte könnte ich ja dann auch mit ihm eine Tour buchen. Haben wir uns gefreut, sind mit ihm dahin und konnten nochmal ein bisschen schlafen. Habe mich direkt gut mit den Beiden verstanden. Dort aufgewacht konnten wir erstmal Mango frühstücken (Die im Hostel einfach von den eigenen Bäumen fallen) und ganz aus der Nähe einen Papageien und einen Tucan anschauen, die da durch die Gegend hüpfen. Um halb8 sind wir dann zur Reiseagentur gegangen und haben die Tour gebucht, 3 Tage Pampas, und hatten dann bis 9 Uhr Zeit, in der gegenüberliegenden Bäckerei die von einem Franzosen betrieben wird, zu frühstücken. Bin dann mit Sean und Leslie (so heißen sie) noch kurz zu AmasZonas gegangen, einer Airline, um für die Beiden einen Flug für Donnerstag morgen nach La Paz zu buchen, denn sie sprechen kaum Spanisch. Mit auf der Tour dabei waren noch zwei Mädels aus Frankreich und eine aus Norwegen, total nette Truppe. Von Rurre ging es im Jeep nach Santa María, einem Dorf 3 Stunden entfernt, dort gab es Mittagessen und sind dann am Fluss in ein Boot umgestiegen. Mit dem Guide am Steuer ging es dann flußauswärts, mit viel Anhalten und Tiere schauen, darunter Krokodile, Schildkröten und kleine Äffchen. Gegen 4 Uhr mittags sind wir dann am Camp für die nächsten zwei Tage angekommen, eine Gruppe von Holzhäusern auf Stelzen, bekamen einen Snack und konnten etwas ausruhen. Um halb6 ging es wieder los, Sonnenuntergang anschauen, an den Rand der eigentlichen Pampas, eine etwas ungewohnte Ansicht, eine große Fläche auf der einfach keine Bäume sind, sondern nur hüfthohe Sträucher, und alles flach (sehr interessant wenn man aus Sucre oder La Paz immer nur Berge gewohnt ist und man auf dem Fluss auch nur von Bäumen umgeben ist und einem nicht auffällt ass alles flach ist). Da haben wir auch mit 2 Kindern von vor Ort Volleyball gespielt. Als die Sonne untergegangen war, auf dem Rückweg vom Boot aus, noch im Dunkeln mit Taschenlampen Alligatoraugen suchen (ist ja fast das einzige was sie über Wasser halten, und die leuchten kräftig rot im Licht der Taschenlampen). Hatte leider selbst keine Lampe dabei, aber im Licht der Lampen der Anderen konnte ich das ein oder andere Krokodilauge miterhaschen. Abgesehen davon gab es viele Glühwürmchen in den Bäumen außenrum. Zurück im Camp gab es dann Abendesen und Ausruhzeit, auch zum Akkus aufladen (von 6 bis 9 gibt es Strom). Fing dann relativ schnell auch zu regnen an, habe mich aber trotzdem vor dem Schlafengehen, endlich nach über 2 Tagen, noch geduscht. Die Dusche war wunderbar kalt (es ist so heiß hier, auch nachts) und dann ab ins Bett. Die Schlafhäuser (jede Gruppe hat ein Zimmer) sind mit Mosquitonetzen geschützt, aber jeder hat auch noch ein eigenes Tuch über dem Bett hängen zum Schutz. Das Bett hat statt einer Bettdecke nur ein Laken, mehr wäre wegen der Hitze aber auch unangenehm. Geschlafen habe ich wunderbar, morgens dann aufstehen gegen halb8 und Frühstück. Danach passende Stiefel aussuchen und damit zum Anakonda suchen in die Pampas an deren Rand wir gestern Abend schon waren. Einer meiner Stiefel war undicht und lief voller Wasser und Schlamm. Haben dort leider keine Tiere gesehen,  aber auf dem Rückweg als wir wieder draußen waren, war eine Anakonda, von der gemunkelt wird dass die Tour Guides sie dahin legen damit man wenigstens eine Schlange sieht. Nach dieser Aktivität ging es wieder ins Camp, ein sehr dickes Mittagessen und zwei Stunden Siesta. Habe in einer der Hängematten wirklich schön geschlafen. Am Nachmittag sind wir Piraña fischen gegangen. Funktioniert mit einem Stück Fleisch an einem Haken an einem Seil. Man darf nur ausgewachsene Fische rausnehmen, die kleinen muss man wieder zurücktun, glaube weil sie sonst aus den Flüssen einfach verschwinden würden weil so viel gefischt wird. Ich habe aber dann irgendwann auch einen Größeren am Haken gehabt und durfte ihn draußen behalten. Sean hat auch einen rausgezogen und der Guide vier. Die gabs dann nachher zum Abendessen. Vor diesem sind wir nochmal Sonnenuntergang anschauen gefahren, diesmal war es weniger bewölkt und man hat deutlich mehr gesehen. Und Volleyball diesmal mit anderen Touristen und ein paar Guides, das war deutlich interessanter als mit den Kindern. Die Pirañas zum Abendessen hatten relativ wenig Fleisch und Geschmack, ist aber trotzdem interessant sagen zu können dass man selbstgefangenen Piraña gegessen hat. Das war dann auch schon der zweite Tag, und gut zufrieden gings ab ins Bett.

Hier ist der Moment in dem mein Handy den Geist aufgibt, alles was jetzt kommt schreibe ich aus der Erinnerung, ich hoffe ich vergesse nicht allzu viel, aber das merkt ja dann eh keiner weil ihr nicht dabei wart :P

Am dritten Tag mussten wir deutlich früher aufstehen als am Vortag, und fuhren los um mit den rosanen Süßwasserdelfinen zu schwimmen. „Mit den Delfinen schwimmen“ ist aber ein wenig übertrieben, man ist halt im gleichen Wasser wie die Tiere, nah genug dass man sie anfassen könnte kommen sie aber nicht. Das Mittagessen war so viel dass wir es nicht aufbekommen haben. Danach war es auch schon vorbei mit unserer Tour, flußabwärts ohne Anhalten ging es deutlich schneller zurück nach Santa María, und von dort aus zurück nach Rurre. Sean und Leslie hatten ihren Flug für den nächsten Tag und Leslie im Voraus schon ein Hotel gebucht, da Sean und ich aber nicht ohne Aufpreis mit im Hotel schlafen konnten haben wir uns mit der Schwedin zusammengeschlossen, die mit ihrer besten Freundin im Garten einer Dame am Zelten war. Dementsprechend haben wir auch geschlafen, aber es sind immerhin keine Ameisen ins Zelt gekommen und zum Frühstück gab es wieder Mangos. Bin dann noch mit zum Büro von AmasZonas gelaufen und habe die Beiden verabschiedet. Danach wieder zur Reiseagentur und auf in den Dschungel, die Tour habe ich da noch drangehängt. Diesmal ging es von Rurrenabaque direkt mit dem Boot bis zur Endstation (Boot fahren ist so viel angenehmer als Auto!), in den Nationalpark Madidi. Dort wurde mir meine Gruppe vorgestellt, 2 Mädels aus Deutschland und eine älterer Herr, Roger, aus den Staaten. Im Gegensatz zu den Pampas sind wir im Dschungel nur gelaufen, was mir sehr viel besser gefallen hat (Boot fahren ist ja ganz nett, aber nicht wenn man es mehr als 5 Stunden am Tag macht). Die Drei waren schon einen Tag da als ich ankam, die beiden Deutschen für 3 Tage und er für 4. Also brachen wir auf zu einem abgelegen extra Camp.
Im Dschungel gibt es so unglaublich viel zu sehen! Vor allem Pflanzen, aber auch Tiere, in einer Vielfalt von Formen und Farben. Kamen dann nach 3 Stunden wandern am Camp an und konnten etwas ausruhen. Von dort aus zu einem See, denn Roger, der eigentlich Survival machen wollte, sie haben ihn aber nicht mit genommen weil er nicht mehr allzu fit ist, sollte sich mit der anderen Gruppe dort treffen um Bogenschießen zu machen. Die Anderen sind aber nicht aufgetaucht und wir sind wieder zurückgegangen. Nach einem einfacheren Abendessen dann schlafen gehen. Das mit dem Schlafen ging dann auch ziemlich schnell.
Weil für die Mädels der Dschungel schon wieder vorbei war ging es am nächsten Tag wieder zurück zum Hauptcamp und die Beiden dann nach dem Mittagessen aufs Boot. Sind dann zu dritt am Nachmittag noch losgegangen um eine indigene Familie zu besuchen, war aber keiner da. Weil unser Guide immer in seinen Flipflops herumgelaufen ist hab ich das dann auch gemacht, es war auch ziemlich warm und wir wollten ja eh nicht weit gehen. Auf dem Rückweg, zum Glück 5 Minuten vor dem Camp, bin ich auf ein Holz getreten auf dem Stacheln drauf waren, die sind sauber durch die Schlappen durch und drei in meinen Fuß. Nicht tief, hat aber trotzdem weh getan, und einer war so drin dass ich ihn nur mit Pinzette rausholen konnte, zum Glück hatte ich eine dabei. In der Nacht sind wir noch eine Tarantel besuchen gegangen die ihr Nest 10 Minuten Fußmarsch vom Camp hat. Ein Riesenvieh. Der Körper ist fast so groß wie meine Faust, der Kopf etwas kleiner, und da kommen dann noch die Beine dazu. Aber sie war ganz ruhig, hat sich kaum bewegt und wir mussten sie rauslocken um sie gut sehen zu können. Als wir zurück im Camp waren und die Guides sich schlafen gelegt hatten meinte Roger er wolle die Spinne unbedingt fotographieren wie sie Beute macht, hat also einen Tausendfüßler vom Boden aufgegabelt und ist wieder in den Dschungel. Mitten in der Nacht. Ich wollte ihn dann auch nicht alleine lassen und bin hinterher, er saß dann da auf dem Boden und beschwerte sich (was er übrigens die ganze Zeit schon gemacht hat, sich beschweren, das kann er gut) über die Spinne und warum sie die Insekten nicht essen will die er ihr doch direkt vor die Haustür legt. Er hat es dann noch ein wenig rumprobiert, aber die Tarantel hatte mehr Angst vor der Beute als dass sie sie essen wollte und wir sind dann doch wieder zurück.
Der dritte Tag im Dschungel war mit Abstand der abenteuerlichste auf der ganzen Reise, auch wenn für mich nochmal alles gut ausgegangen ist, hier kommt warum:
Wir sind morgens vom Camp zu einem Tagesausflug los, und haben deshalb unser Gepäck im Camp gelassen, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Wir sind fischen gegangen, hat aber nix angebissen, und dann los um eine andere indigene Familie zu besuchen. Die indigene Familie war dann wohl, wie auch die erste, verreist oder so, es war auf jeden Fall wieder keiner da. Als wir zurück kamen fällt mir auf, dass irgendwer die Sachen aus meinem Rucksack geräumt hat, die lagen wild verteilt auf dem Bett. Weil mir ja schon Sachen geklaut wurden in Bolivien habe ich die wichtigen Sachen (bolivianischer Perso, Kreditkarte, Geld) immer am Körper und gefehlt hat nur mein Brillenetui, doch von Roger und einem anderen Touristen aus England der da war fehlten die Rucksäcke komplett. Man klärte uns dann auf dass Fremde ins Camp gekommen waren, den Kollegen der auf die Sachen aufpasst ablenkten und der Rest währenddessen die Rucksäcke mitgenommen hätte. Mein Glück war wohl dass mein Rucksack offen war und es nur ein paar wenige wertlose Dinge darin gab, Handtuch, Kleidung, etc. Bei den anderen Beiden waren wohl viel mehr und kleinere Dinge drin und es gab keine Zeit die durchzusuchen, deshalb haben sie direkt die ganzen Rucksäcke mitgenommen, darin unter anderem Bargeld, Kreditkarten und Reisepässe. Da hatte ich mit nur dem Brillenetui echt Glück. Vor allem hatte ich ja meine Kleidung und meinen Rucksack auch noch und konnte ohne Probleme weiterreisen. Sind dann sobald es ging mit dem Boot zurück nach Rurrenabaque und die Beiden dann mit den Guides zur Polizei, für mich ging es einfach weiter mit der Reise, habe mir über die Agentur einen Bus nach Trinidad organisieren lassen und in derselben Nacht ging es dann auch schon weiter. Wieder 15 Stunden Bus fahren, zwischendurch hat es geregnet und der Erdweg wurde schlammig, sind dann auch einmal vom Weg auf die Seite gerutscht und mussten aussteigen und den Bus wieder nach oben ziehen.
Trinidad war eher unspektakulär, klein, gab wenig zu sehen, und keine einzige Tourist Agency offen. Bin dann abends schon weiter nach Santa Cruz gefahren.
Weil mein Handy ja immer noch nicht ging konnte ich mich nicht mit meinen Bekannten aus Santa Cruz kommunizieren, und auf Facebook antwortete mir keiner. Schließlich hat mich dann doch jemand bemerkt und ich konnte die Woche mit den Bolivianern verbringen, unter Anderem war der Geburtstag von einem der Brüder und weil einer seiner Freunde abgesagt hatte wurde ich von der Familie ins Kino eingeladen, den letzten Hobbit in 3D und auch noch auf Englisch, das war schon ganz nett. Sind dann die Woche über viel Fahrrad gefahren (Santa Cruz ist ja flach, da ist das mit dem Fahrrad kein Problem), haben lange ausgeschlafen und viel entspannt, so wie Urlaub ja auch mal sein darf. Trotzdem war ich froh dann doch nach dem vielen Rumreisen wieder in Sucre anzukommen.

Weihnachten habe ich ganz gemütlich mit Nicoles Familie hier verbracht, aber so richtig in Weihnachtsstimmung kommt man ja doch nicht wenn es hier einfach Sommer ist und alle den ganzen Tag in kurzer Hose und im T-Shirt durch die Gegend laufen. Weihnachten kam auch dieses Jahr eher plötzlich, ich war ja fast den ganzen Advent unterwegs und plötzlich war Heiligabend. Aber das ist ok, ich bin ja dann nächstes Jahr wieder zuhause J

Für Neujahr bin ich mit Nicole und einer Freundin von ihr nach Tarija gefahren, im Süden Boliviens. Ihre Freundin hat da Familie und wir konnten im Haus ihrer Tante bleiben. Sind da auch zum Weinprobieren gegangen, Tarija ist die größte und bekannteste Weinregion. Silvester haben wir auf der, so hat man mir gesagt, besten Neujahrsfeier Boliviens verbracht, aber es war schon eine echt gute Party. Am 1. Januar ging es weiter nach Bermejo, im Südspitz Boliviens, um von dort aus einen Abstecher nach Argentinien zu machen. Leider gab es an der Grenze keinen Strom und wir mussten 2 Stunden warten bis das wieder ging um einzureisen. Sind dann bis Salta gefahren, 5 Stunden im Bus von der Grenze entfernt, von dort kommt die berühmte Salteña, eine gefüllte Teigtasche, charakteristisch für die Soße innendrin mit der zumindest ich immer irgendwas an Kleidung dreckig bekomme beim Essen. Die bekommt man in Bolivien überall. Dort waren wir zwei Tage, haben uns die Stadt angeschaut und ein bisschen Argentinien kennengelernt, war aber nicht sooo spektakulär. Von da aus dann wieder über Bermejo nach Tarija zurück und nach Sucre, wo wir am Montag, den 05.01. morgens ankamen. Auch da wieder schön wieder zuhause zu sein.

Seit Anfang Dezember, wegen der Schulferien, sind meine Projekte zu und das einzige was weiterläuft ist das Mittagessen im C.I.ME.T., das das ganze Jahr über angeboten wird, auch Samstags und Sonntags. Also arbeite ich seitdem jeden nur noch 2 Stunden am Tag, von 11 bis 13 Uhr, weil es auch nicht viel zu tun gibt, und habe sonst auch eher wenig zu tun. Ich freue mich dann auch mal wieder auf zuhause, und darauf euch alle wiederzusehen! Ich melde mich die Tage nochmal, Abreisedatum ist der 27. Januar, und am 28. bin ich schon wieder in Deutschland. Bis später also!

Jasper